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Verantwortung der Organisatoren

Die Organisatoren einer Veranstaltung sind im Rahmen der ihnen gesetzlich auferlegten Sorgfaltspflicht für die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher verantwortlich (privatrechtliche Haftung gemäss den Vorschriften des OR und Spezialerlasse). Um dieser Verantwortung im medizinischen Bereich gerecht zu werden, kann der örtliche Samariterverein zum Betrieb eines temporären Sanitätsdienstes beauftragt werden. Dieser muss zusätzlich zur ordentlichen medizinischen Grundversorgung der Region erfolgen.

Die Organisation eines solchen Sanitätsdienstes ist mit Kosten verbunden, die in der Regel vom Veranstalter getragen werden. Die gewählten - oder von den Behörden angeordneten - Massnahmen müssen daher zum Gefahrenpotential, das durch die Veranstaltung geschaffen wird, in einem angemessenen Verhältnis stehen. Für jede einzelne Veranstaltung gilt es deshalb abzuklären, ob ein Sanitätsdienst überhaupt erforderlich ist und wie dieser gegebenenfalls konkret ausgestaltet werden soll. Dazu braucht es eine Bestandesaufnahme über die sicherheitsrelevanten Aspekte der Veranstaltung und deren Bewertung mittels einer Risikobeurteilung.

Der Samariterverein Siebnen und Galgenen kann im Auftrag eines Veranstalters einen Sanitätsdienst betreiben. Um diesen sachgemäss bewältigen zu können, muss die Sanitätsdienstkoordination bzw. der Technische Ausschuss für die Veranstaltung zunächst eine Risikobeurteilung  vornehmen. Diese erfolgt auf Grund von Angaben des Veranstalters (Anmeldung) und den Vorgaben von Reglementen des Schweizerischen Samariterbundes SSB sowie des Interverband für Rettungswesens IVR. Diese bestimmen die für die Veranstaltung geltende Risikostufe und geben den benötigten Personal- und Materialaufwand vor.

Der Organisator bestimmt weiter die Präsenzzeit der Samariter, welche diese mit dem vorgegebenen Personalaufwand sicherstellen. Neben einer Grundpauschale sowie den effektiven Verbrauchsmaterialkosten werden dem Organisator die Kosten für den Personaleinsatz pro Samariter/Stunde (Tag- bzw Nachttarif) pro Veranstaltungstag verrechnet. Der Auftrag zur Durchführung eines Sanitätsdienstes wird von den Parteien mit einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.